Telegrafenberg Potsdam – ein Ort der Wissen schafft

Telegrafenberg Potsdam – ein Ort der Wissen schafft

Nein, ich habe nicht ein Leerzeichen zu viel in der Überschrift. Ich meine es so: hier am Telegrafenberg Potsdam wird Wissen geschaffen.
Ein Ort, der Wissen schafft! Natürlich auch ein Ort der Wissenschaft!

Wissenschaft: das Streben nach objektiver Erkenntnis!
oder
Wissenschaft: eine Tätigkeit, die sich um die methodisch kontrollierte Aufstellung von Theorien bemüht!

Manche forschen und häufen Wissen an und andere reagieren rational auf Gegebenheiten und sichern eine Kommunikation.
Mit letzterem kann dann auch ich etwas anfangen und versuchen zu verstehen.
Und davon gibt es hier auf dem Telegrafenberg genug. Neben dem Forschen kümmern sie sich auch darum, bereits vorhandenes Wissen neu zu sortieren und uns allen zukommen zu lassen.

Schaut doch zum Beispiel mal hier vorbei, beim AWI (Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung). Bekommt man da nicht direkt Lust einzutauchen in dieses Wissen? Das vielleicht schon, aber um ein Wissenschaftler zu werden, im Sinne von „Neues entdecken“, neue Dinge zu erforschen, muß man wohl aus der „Komfortzone“ heraus.
Der Namensgeber „Alfred Wegener“ tat das. Und erforschte.

Aber da ist noch so viel mehr auf dem Telegrafenberg Potsdam, der seinen Namen übrigens seit 1832 trägt.
Friedrich Wilhelm III. ließ hier oben eine optische Telegrafenstation errichten, die Teil eines 550 km langen Netzes von 62 Masten war und als Preußische Staatstelegrammlinie zwischen Berlin und Koblenz arbeitete.

Heute befindet sich hier der Wissenschaftspark Albert Einstein auf dem Telegrafenberg Potsdam:

  • AIP (Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam)
  • GFZ (Deutsches GeoForschungsZentrum)
  • PIK (Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung)
  • AWI (Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung)
  • DWD (Deutscher Wetterdienst)

Deutscher Wetterdienst? Hier könnte man also vielleicht mal hingehen, wenn einem das Wetter mal wieder so richtig die Laune verhagelt.

Aber als wir da waren, da war das Wetter einfach großartig. Der perfekte Tag für Luftaufnahmen mit der Kamera-Drohne vom Telegrafenberg.

(Mehr zu dem Neubau des PIK, dem beeindruckenden „Kleeblatt“,findet man in einem Artikel der Potsdamer Nachrichten)

 

(Ein Video findet ihr am Ende des Beitrags)

Wer mal einen Rundgang auf dem Telegrafenberg Potsdam mit all den historischen Gebäuden machen möchte, hier gibt es einen Plan mit Informationen. Aber den bekommt man auch am Eingang beim Pförtner und an den 10 wichtigen Stationen sind Informationstafeln aufgestellt.
Ausserdem kann man sich hier auch über öffentliche Führungen über das Gelände informieren.
Auf dem Gelände unterwegs kommt man übrigens auch an Karl Schwarzschild nicht vorbei. Da werden die älteren Fotografen sicherlich direkt aufhorchen. Der Schwarzschildeffekt war ein Problem in der analogen Fotografie, in der digitalen Fotografie gibt es das nicht mehr.

Na und dann ist da natürlich Albert Einstein und der Einsteinturm.
Ihr könnt das nun alles nachlesen, oder einfach mal an diesem Ort, der „Wissen schafft“ vorbei schauen, auf dem Telegrafenberg Potsdam. Das reicht zwar leider nicht aus, um intelligenter zu werden, aber es macht unglaublich neugierig.

Eines möchte ich aber doch noch erwähnen, denn das hat mich sehr beeindruckt: Die Meßwiese des deutschen Wetterdienstes. 1893 hat man hier mit einer Meßreihe (Klimareihe) begonnen. Seit dem liest man täglich die Daten manuell ab zu immer dem gleichen Zeitpunkt, unbeirrt von Kriegen, gesellschaftlichen Machtverhältnissen und Wenden.
Nur ein einziges Mal in nun 122 Jahren, mußte die Bestimmung der Bodentemperatur in 12m Tiefe um einen ganzen Tag verschoben werden. Ein Sturm (1972) verhinderte das Herausziehen der 12m langen Halterung. Jetzt wissen wir also, warum das mit der Vorhersage nicht klappt 🙂

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