RAW Gelände Friedrichshain, Berlin

RAW – Bezeichnung für ein ehemaliges Reichsbahnausbesserungswerk in der DDR!
Heute: RAW Gelände Friedrichshain!

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtet und erst 1990 geschlossen dient dieses Gelände an der Warschauer Straße / Revaler Straße heute eigentlich nur als Zwischennutzung für kulturelle Zwecke.
Wobei… die Zwischennutzung ist natürlich DAS Thema. Was Investoren wirklich vor haben ist unklar, ihnen selber wahrscheinlich auch, denn das Gelände ist groß, viele Gebäude in einem schlechten Zustand, manches steht unter Denkmalschutz und allen kann man nicht gerecht werden. Ein schlüssiges, rundes Konzept wäre eine tolle Sache. Aber wie kann das aussehen?


  • RAW-Format in der Fotografie: Rohformat gleichbedeutend mit einem „digitalen Negativ“ (Bei Adobe heißt das Format dann „.DNG“). Damit hat der Hersteller der Kamera softwareseitig dann keinen  Einfluß auf die Aufnahme genommen. Die rein kameraseitig zu beachtenden Bildparameter sind lediglich Fokus, Blende, Belichtungszeit sowie Lichtempfindlichkeit.
  • RaW: Es gibt es einen Ruderclub am Wannsee der sich RaW nennt.
  • RAW in München: Referat für Arbeit und Wirtschaft.

Das RAW Gelände Friedrichshain ist ein ungeschliffener Diamant. Vielleicht ist das ein bisschen übertrieben mit dem Diamanten, aber die Anziehungskraft ist enorm. Bei Besuchern, Berlinern, Investoren, Vereinen, Clubbetreibern, Cafés, Streetart-Künstlern, Gewerbetreibenden, Technofans und  Sportbegeisterten.

Der Charme, den dieses Gelände ausstrahlt, ist enorm! Alle wollen sie hier sein, dabei sein,… wer nun eigentlich „Anspruch“ oder ein gewisses Recht auf seine Visionen hat, das ist wohl nicht zu klären.

Aber so viel ist klar, ein solches Gelände gibt es nicht noch einmal in Berlin. Und wenn es auch immer um das Thema Arbeit und Wirtschaft geht und die Zwischennutzer um ihr Überleben „rudern“: vielleicht kann ja doch ein Teil im RAW-Format erhalten werden auf dem RAW Gelände Friedrichshain.

(Und so strubbelig, wie sich die Geschichte und der heutige Post liest, so strubbelig ist irgendwie auch das Video zum RAW Friedrichshain, welches ihr am Ende des Artikels findet!)


Wer es genau wissen will, hier eine kurze Zusammenfassung der geschichtlichen Daten vom RAW Gelände Friedrichshain oder ihr schaut auf tip-Berlin vorbei:

1867: Inbetriebnahme der „Königlichen Preußischen Eisenbahnwerkstatt Berlin II“. 1944: 80 Prozent des Werks werden bei einem Luftangriff zerstört. Nach dem Krieg: Wiederaufbau. 1967: Namensgebung „Reichsbahnausbesserungswerk (RAW) Franz Stenzer“. Nach dem Mauerfall wird das Werk 1994 stillgelegt. 1999: Einzug des RAW-Tempel e.V. als ­Zwischennutzer. Der RAW-Tempel fördert soziokulturelle ­Aktivitäten, z.B. Künstlerwerkstätten, Obdachlosentheater, Musikproduktions- und Probenorte, Kinderzirkus. 2001 stellt die Bahn-Tochter Vivico Bebauungspläne vor. In den nächsten Jahren: Verhandlungen über den Verbleib des RAW-­Tempels. 2007: Verkauf an die R.E.D. Berlin Development GmbH, die auf dem Areal Wohnungsbau und Gewerbean­siedlung vorsieht. Ein „Runder Tisch“ zur Geländeentwicklung scheitert. Zwischennutzer siedeln sich an, z.B. Five-O GmbH (2004) mit Sport- und Kulturensemble aus Skatehalle, Sommer­garten, Kletterkegel, Cassiopeia-Club und Freiluft­kino; Astra-­Kulturhaus (2009), Badehaus Szimpla (2011), ­Urban Spree (2012). 2015 Verkauf an ein Göttinger Familienunternehmen Kuth: „Neue Eigentümer eines Großteils des Areals, wollen Kiezkultur erhalten“! Der 2. Teil gehört International Campus AG, die hier Studentenwohnungen bauen möchte. Und ein 3. Teil gehört  R.E.D Berlin Development GmbH
(Diese 3 Eigentümer sind Stand Oktober 2015)

Und hier noch ein paar Links zu einzelnen Locations auf dem RAW Gelände Friedrichshain:

 

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