Aufstiegsgenehmigung durch die „Gemeinsame Obere Luftfahrtbehörde Berlin-Brandenburg“

Wenn man weiß wie es geht ist es ganz einfach!
Das ist mit allem so und eben auch mit den Anträgen die man stellen muss, um in Berlin eine Aufstiegsgenehmigung durch die „Gemeinsame Obere Luftfahrtbehörde Berlin-Brandenburg“ zu bekommen.

Was man dabei für Berlin und Brandenburg alles beachten muss, kann man hier beim Landesamt für Bauen und Verkehr nachlesen. Dort findet man auch einige weitere nützliche Links, z.B. das Antragsformular auf Einzelerlaubnis für einen Aufstieg oder ein Muster für eine Datenschutzerklärung. Für die Erteilung von Aufstiegserlaubnissen ist das „Dezernat 42 – Luftaufsicht, Erlaubnisse, Zuverlässigkeitsüberprüfungen“ zuständig.

Innerhalb Berlins ist es so, dass man für jeden einzelnen gewerblichen Aufstieg immer eine Einzelerlaubnis beantragen muss.

Insgesamt muss man eine ganze Menge Papiere zusammentragen, um eine Einzelerlaubnis zu bekommen:

  1. Den Antrag auf Einzelerlaubnis
  2. Gewerbeanmeldung
  3. Beschreibung und Spezifikationen des Copters mit Bild (z.B. aus dem Handbuch)
  4. Nachweis über Einweisung am Copter bzw. Schulungsnachweis
  5. Haftpflichtversicherung (die normale, private genügt nicht! Hier ist eine Zusammenstellung.)
  6. Allgemeine Aufstiegserlaubnisse anderer Bundesländer, sofern vorhanden
  7. Datenschutzerklärung
  8. Einverständniserklärung des Grundstückseigentümers wo man startet und landet
  9. Lageplan mit Eintrag des Aufstiegsortes und des Flugraumes

Da es bis zu 14 Tage dauern kann, bis man die Genehmigung erhält, muss man sich rechtzeitig darum kümmern.

Und diese Genehmigungen sind leider nicht umsonst, für die Erteilung einer Einzelerlaubnis werden Gebühren zwischen 80,- und 100,-€ erhoben.

Alles weitere was man beachten muss, kann man dann der Erlaubnis entnehmen, die man per Post zugestellt bekommt. Da Berlin mit seinen beiden Flughäfen fast vollständig in einer Kontrollzone liegt, muss man z.B. bei einem Aufstieg über 50m Höhe 3 Tage vorher die Deutsche Flugsicherung per Fax darüber informieren. Und dann noch unmittelbar vor dem Start dem Tower telefonisch Bescheid geben  und wenn man fertig ist auch wieder abmelden. Auf diese Weise weiss der Tower dann aber auch ganz genau Bescheid, wann in einem bestimmten Gebiet gerade ein Copter rumschwirrt und kann andere Luftfahrer entsprechend vorwarnen. Diese Dinge werde aber, wie gesagt, in der Erlaubnis genau aufgeführt, komplett mit Telefonnummern.

Damit ist es aber noch nicht genug. Da in Berlin auch die Regierung sitzt, gibt es ein Flugbeschränkungsgebiet rund um den Bundestag mit der Bezeichnung ED-R 146, ein Kreis mit einem Radius von 3 nautischen Meilen. Innerhalb dieser Zone darf man privat überhaupt nicht mit Coptern herumfliegen, sondern nur gewerblich sofern man die Erlaubnis erhalten hat. Und innerhalb eines inneren Kreises von einer nautischen Meile darf man überhaupt gar nicht reinfliegen. Damit wir immer schnell mal nachsehen können, wo genau dieses Gebiet anfängt und endet (und ein weiteres, ED-R 4 am Wannsee), haben wir uns eine Google Maps Karte mit den Flugbeschränkungsgebieten Berlin angelegt.

Was man unmittelbar vor einem Aufstieg auch immer tun sollte: kurz die örtliche Polizei anrufen. Dann wissen die nämlich schon Bescheid, falls ein Anwohner anruft um die vermeintlich illegale Aktion zu melden.

 

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterEmail this to someone
would be great if you share...

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.